Die Krönung

... und alles geschah zu seiner Zeit.

Anfangs waren wir sehr verwirrt,
weil wir nie ahnten,
dass es sich zu uns verirrt,
dass es uns alle traf
und blieb
gefühlt – für eine Ewigkeit.

Über Nacht wurden wir dem Alltag entrissen und angehalten
Ruhe zu bewahren und wieder einzukehren, dort 
wo wir lange nicht mehr waren und hingehörten.

Still stand nun die Welt – die Waffen mancherorts noch immer nicht.

Mit letzter Kraft klammerten sich die Menschen an die Fäden,
die sie nach der Pfeiffe tanzen ließen.
Alleinherrschaft war nicht so ihr Ding.

Getrieben rotierten die Gedanken
Was tun in all dieser Zeit
in diesem Leben?

So viel davon, im Überfluss.

Viele, viele Wochen später erst
In unseren heiligen vier Wänden
wo manchen die Decke auf den Kopf fiel
Endlich die Erleuchtung,
heftig und erschütternd.

Groß war die Anteilnahme,
leise der Abschied von der Selbstverständlichkeit.

Es kam zum Machtwechsel,
der Frühling marschierte ein.

Die Natur erblühte
und mit ihr die Menschen.


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