Es braucht.

Sie schleicht sich ein. Ganz unbemerkt. Schon hat sie sich etabliert und ist salonfähig. 
Vielerorts schon gängig.  
Auffällig oft, unüberhörbar, in aller Munde.
Von der Qual der Wortwahl ist nichts mehr zu spüren.

Die Rede ist von der Rede.

„Es braucht...“ lautet nun die Ansprache der Persönlichkeiten, ganz unpersönlich.

So schnell hat uns das Sächliche verdrängt.
Der Mensch, der’s wirklich braucht, wird ignoriert.
Das Wir, es ist verschwunden.

Es steht die Notwendigkeit im Vordergrund.

Wie gesagt: „Es braucht...“ und uns fehlt es an Nichts.

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